Fragen zum Spreewald und den Kahnfahrten
Eine Rundfahrt von Lübbenau nach Lehde und zurück dauert je nach Aufenthalt im Dorf zwischen 2 – 4 Stunden. Der Aufenthalt im Dorf Lehde dauert in der Regel etwa 1 Stunde (u.a. Mittagessen, Kaffeepause oder Besuch Freilandmuseum)
Lübbenau hat eine überschaubare, aber sehr stimmungsvolle Altstadt, die ihren Reiz vor allem aus der Kombination von historischem Stadtkern und unmittelbarer Nähe zum Spreewald zieht. Die Gassen sind relativ kompakt, aber von sanierten Bürgerhäusern, kleinen Geschäften, Cafés, Galerien, Einzelhandel und Pensionen gesäumt, sodass sich ein angenehmes, kleinstädtisches Flair ergibt, das sich gut zu Fuß erkunden lässt.
Charakteristisch ist der Bereich rund um den Marktplatz mit der Kirche St. Nikolai (offen von März bis Oktober). Vom Zentrum aus gelangt man schnell zum Schloss Lübbenau mit Park und Wasserläufen, Orangerie, Marstall, Kanzlei. Gegenüber befindet sich der Große Spreewaldhafen mit Gurkenmeile (einlegte Spreewaldgurken verkosten und kaufen).
Vom Altstadtkern läuft man nur wenige Gehminuten bis zu den Anlegestellen der Kähne und zu Bootsvermietern, wo sich Gastronomie, Eiscafes, Stände mit regionalen Produkten und touristische Angebote konzentrieren. Dadurch wirkt die Altstadt lebendig, insbesondere in der Saison, ohne zur reinen „Freilichtkulisse“ zu werden. Vom Schlossensemble aus führt die Straße direkt nach Lehde, etwa 10 Gehminuten.
Insgesamt ist die Altstadt eher klein als groß, aber für einen halben Tag sehr gut geeignet: ein Rundgang durch die Gassen, ein Abstecher zum Schloss und Schlosspark, eventuell ein Café-Stopp, und anschließend eine Kahnfahrt oder ein Spaziergang Richtung Lehde.
In Lübbenau fahren die Kähne während der Saison im Prinzip den ganzen Tag, aber nicht im Minutentakt, sondern je nach Andrang. Typisch ist, dass es am späten Vormittag losgeht (ab etwa 10–11 Uhr) und dann bis in den Nachmittag hinein immer wieder Abfahrten gibt, vor allem, wenn genügend Fahrgäste da sind.
In der Hauptsaison von etwa April bis Oktober ist die Auswahl an Touren (Kurzfahrten, Lehde-Touren, längere Rundfahrten) am größten, und gerade zwischen 11 und 13 Uhr musst du normalerweise nicht lange warten. In der Nebensaison und im Winter laufen deutlich weniger Fahrten; dann gibt es eher feste, vorab veröffentlichte Zeiten, zum Beispiel spezielle Winter- oder Glühweinkahnfahrten um die Mittagszeit, die oft nur bei ausreichend Anmeldung oder passendem Wetter stattfinden.
Praktisch heißt das: Wenn du flexibel bist, reicht es, vormittags oder frühen Nachmittag direkt zum Hafen zu gehen und eine Tour vor Ort auszuwählen. Wenn du dagegen zu Randzeiten, im Winter oder mit einer Gruppe unterwegs bist, lohnt es sich einen Tag vorher telefonisch zu reservieren, damit du nicht vergeblich fährst.
Die beste Reisezeit für den Spreewald ist von etwa Mai bis September. In diesen Monaten sind die Temperaturen meist angenehm, die Natur steht voll im Grün und viele Angebote wie Kahnfahrten, Paddeltouren und Radwege sind in vollem Betrieb.
Besonders stimmungsvoll ist der Frühling im Biosphärenreservat, der Juni ist entspannt vor den Sommerferien. An heißen Sommertagen ist es im Labyrinth der Wasserarme nicht drückend heiß, die großen Laubbäume spenden Schatten und frische Luft. Mit entsprechender Kleidung, einem Sommerhut und (vorsichtshalber) Mückenschutz ist man gut unterwegs. Wenn du vor allem Ruhe, Naturerlebnis und Fotomotive suchst, sind längere Touren mit dem Kahn oder Kanu/Paddelboot eine Empfehlung. Planst du eher Familienurlaub mit Baden und vielen Aktivitäten, passt der Hochsommer mit den Sommerferien, Badeseen und Freibäder sind vorhanden. Der Herbst zeigt sich oft mit Nebelschwaden und große Kürbisse liegen an den Gehöften. Eine Auszeit im Spreewaldwinter bietet bizarre Natur, weite Sicht und viel Ruhe.
Im Spreewald ist die Küche traditionell, regional und eher einfach, aber sehr charakteristisch. Im Mittelpunkt stehen dabei Spreewälder Gurken, Kartoffeln, Leinöl, Fisch aus den Gewässern und oft auch Meerrettich. Typisch ist zum Beispiel, dass du in vielen Gasthäusern Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl bekommst – ein sehr klassisches „Spreewald-Gericht“, häufig mit Kräutern und Zwiebeln serviert.
Die berühmten Spreewälder Gurken gibt es in verschiedenen Varianten (salzig, sauer, würzig, süß-sauer) und sie tauchen als Beilage, Snack oder im Salat praktisch überall auf. Ebenso typisch sind Schmorgurken und Gurkensalat, meist in einer cremigen Soße, oft mit Leinöl oder Sahne. Dazu kommen Fischgerichte wie Karpfen oder Hecht, teils gebraten oder gekochter Fisch in Spreewaldsoße, Fischsuppe und auch geräucherter Fisch.
Beim Süßen sind Plinsen (eine Art kleine Pfannkuchen aus Hefeteig, Eierplinse, Buttermilchplinse) sehr verbreitet, oft mit Apfelmus, Zimt und Zucker bestrichen.
Da der Spreewald reich an Wild ist, gibt es in vielen Gasthäusern auch Wildgerichte.
Eine Kahnfahrt oder Paddeltour durch die Fließe – das ist das Kernerlebnis des Spreewalds. Die Landschaft muss man vom Wasser aus erlebt haben.
Das beliebte Dorf Lehde mit altwendischen Hofanlagen auf kleinen Inseln und das Leben mit dem Kahn und ein Besuch im dortigen, beliebten Freilandmuseum.
Lübbenau mit Hafen und „Gurkenmeile“ , historischer Altstadt mit Schloss und Schlosspark.
Die Schlossinsel in Lübben (Parkanlage mit Wasser, Spiel- und Ruhebereichen).
Die Streusiedlung Burg (Spreewald) mit unzähligen Rad- und Wanderwegen und reichhaltigem Tourismusangebot im Kurort.
Eine intakte, typische Spreewald Dreifachmühle (Wind, Säge- und Leinölmühle), imposante Schinkelkirche und historischer Kornspeicher in Straupitz.
Den Unterspreewald mit dem touristischen Zentrum in Schlepzig mit Bierbrauerei, Whiskydestillerie, Bauernmuseum, Wassermühle, Ausstellung Biosphärenreservat und Wanderungen im Buchenhain.
Spreeweltenbad Lübbenau (Schwimmen mit Pinguinen)
Spreewaldtherme Burg
Der Begriff „Spreewald“ bezeichnet ein Binnendelta zwischen Berlin und Dresden mit mehreren hundert Wasserarmen der Spree und ihrer Zuflüsse. Der niedersorbische Name setzt sich aus „Spree“ (dem Fluss) und „Wald“ zusammen und weist darauf hin, dass die Region ursprünglich ein von Wald bedecktes, sumpfiges Überschwemmungsgebiet der Spree war. In der niedersorbischen Sprache heißt der Spreewald „Błota“, was „die Sümpfe“ bedeutet und den stark wassergeprägten, moorigen Charakter dieser einst undurchdringlichen Landschaft unterstreicht.
Der Spreewald befindet sich im Südosten Brandenburgs in Ostdeutschland, ungefähr auf der Hälfte des Wegs zwischen Berlin und Dresden, sehr gut erreichbar über die A13 oder mit der Bahn.
Die einzigartige Landschaft zieht sich entlang des Mittellaufs der Spree, etwa 100 Kilometer südlich von Berlin bzw. 100 Kilometer nördlich von Dresden. Lübbenau (mit Bahnanschluss) gilt als „Spreewaldhauptstadt“, 11 km entfernt das touristische Zentrum der Kreisstadt Lübben (mit Bahnanschluss), der Kurort Burg und Schlepzig im Unterspreewald sind die wichtigsten Ausgangspunkte.
